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Biodynamischer Weinbau

Warum ist dieses Thema gerade jetzt relevant?

Biodynamie ist kein Trend und kein Etikett. Es ist eine Lebensphilosophie, die den respektvollen Umgang mit Boden, Pflanze und Mensch in den Mittelpunkt stellt.

Biodynamische Arbeit zeigt Haltung:
Verantwortung für die gewachsene Kulturlandschaft, für lebendige Böden und für eine Zukunft, in der Qualität nicht auf Kosten von Natur und Vielfalt entsteht.

Es geht um:
Klimawandel & Resilienz

  • bessere Wasserspeicherung
  • stabilere Reife
  • widerstandsfähigere Reben & geringere Anfälligkeit bei Extremwetter

Es führt zu: 
Qualität & Terroir

  • mehr Tiefe
  • mehr Spannung
  • klarer Herkunftsausdruck

Landwirtschaftliche Praxis

  • Aufbau lebendiger Böden
  • Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger - Einsatz biodynamischer Präparate
  • Förderung der Reben-Resilienz (weniger Stress, stabilere Trauben)

Kellerarbeit

  • Spontangärung mit weinbergseigenen & Weinkeller-eigenen Hefen
  • Reduzierte Eingriffe (weniger Schönung, Filtration, Schwefel)
  • Fokus auf Textur, Energie und Herkunft statt technischer Perfektion

Ganzheitlicher Ansatz

  • Der Betrieb als Kreislauf (Weinberg, Tiere, Mensch, Umgebung)
  • Langfristiges Denken statt Ertragsmaximierung
  • Starke persönliche Bindung der Winzer an ihre Parzellen

Biodynamie: Siegel, Haltung oder Missverständnis?
Für die einen ein Siegel, für die anderen ein Glaubensbekenntnis – und für viele schlicht ein Missverständnis. Denn wer glaubt, man erkenne biodynamisch arbeitende Weingüter zuverlässig am Aufkleber auf der Flasche, verpasst oft das Entscheidende.

Ohne Zertifikat, aber kompromisslos
Gerade viele der spannendsten, kompromisslosesten Winzerinnen und Winzer arbeiten seit Jahren biodynamisch – ganz ohne Zertifikat. Nicht, weil sie es „nicht ernst meinen“, sondern weil sie es besonders ernst meinen. Weil sie ihre Zeit lieber im Weinberg als im Büro verbringen. Weil die Kosten hoch sind, die Formulare zahlreich und die Überzeugung längst da ist.

Biodynamie als gelebte Philosophie
Biodynamie ist für sie kein Marketinginstrument, sondern eine Haltung. Eine Art, Landwirtschaft zu denken und zu leben – Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Und hier wird es interessant, vor allem für all jene, die sich selbst eher in der Naturweinwelt verorten. Denn zwischen Biodynamie und Naturwein verläuft keine harte Grenze, sondern eher ein fließender Übergang.

Vom Weinberg ins Glas
Die Biodynamie beginnt im Weinberg, bei Böden, Pflanzen, Rhythmen. Naturwein zeigt sich stärker im Keller, im Stil, in der Entscheidung, möglichst wenig zu machen – und vieles einfach geschehen zu lassen.

Was Naturwein und Biodynamie eint
Was beide verbindet, ist ohnehin größer als das, was sie trennt: der Respekt vor der Natur und ihrer Herkunft, die bewusste Abkehr von industrieller Gleichförmigkeit, die Gelassenheit gegenüber Jahrgangsunterschieden und der Wunsch, dass ein Wein nach Mensch und Ort schmeckt – nicht nach Rezeptur. Dass Ecken und Kanten erlaubt sind. Und Charakter sogar erwünscht.

Zuhören, probieren, entdecken
Vielleicht geht es also gar nicht darum, sich zu entscheiden. Sondern zuzuhören, zu probieren und Schnittmengen zu entdecken. Zwischen Biodynamie und Naturwein, zwischen Haltung und Stil. Und am Ende zwischen Winzer, Wein und dem Moment, in dem man das Glas hebt und denkt: Ja. Genau so.

Paradebeispiele für biodynamische Arbeit

Riesling 2021 Amzelle
Riesling 2021 Amzelle
Domaine Marc Tempé
Weisswein
Ein eleganter Wein, mit Noten von Feuerstein und Zitronenschale, feiner Säure und Mineralität.

Inhalt: 0.75 Liter (34,67 € / 1 Liter)

26,00 €*
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Riesling 2021 Amzelle
Domaine Marc Tempé
Elsass

Bereits seit 1996 wird Biodynamik hier großgeschrieben, alle Weine liegen mindestens 24 Monate auf der Hefe und werden erst bei optimaler Trinkreife veräußert, ohne Kompromisse und sehr puristisch entstehen hier besonders charakterstarke Weine, 1:1 zum Winzer.

Für Marc ist die Rebsorte nur zweitrangig. Das Terroir und die lange Reife auf der Hefe sorgen dafür, dass immer wieder Kunden nicht glauben können, dass es ein Riesling ist.

Vincent empfiehlt: "Ich würde diesen Wein zu jedem Fischgericht empfehlen, aber auch für Gäste, die Weine mit Charakter verlangen, egal ob zu Fisch oder Fleisch."

Bourgogne Côtes d'Auxerre 2022 Le Court Vit
Bourgogne Côtes d'Auxerre 2022 Le Court Vit
Domaine Goisot
Weisswein
Blumig, fruchtig, frisch mit einem schönen Schmelz im Abgang.

Inhalt: 0.75 Liter (41,33 € / 1 Liter)

31,00 €*
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Bourgogne Côtes d'Auxerre
Le Court Vit
Domaine Goisot

Für Guilhem und Jean-Hugues Goisot beginnt die Qualität eines großen Weins dort, wo man sie nicht etikettieren kann: am Rebstock. Lange bevor von Siegeln die Rede war, bewirtschaftete die Familie ihre Weinberge biologisch – aus Überzeugung, nicht aus Kalkül.

2001 folgte die ECOCERT-Zertifizierung, 2005 dann der konsequente Schritt in die Biodynamie, sichtbar gemacht durch das DEMETER-Zertifikat. Nicht als Marketingversprechen, sondern als Bestätigung eines Weges, den man längst gegangen war. Ihr Credo ist dabei so schlicht wie klar: „Der Wein entsteht im Weinberg, nicht im Keller.“

Vincent empfiehlt: "Dieser Wein ist für Gäste, die zarte und tiefgründige Weine mögen. Nach 2 Jahren auf der Flasche entfaltet er sein wahres Potenzial."

Biodynamie ist kein Trendbekenntnis

Dass dieses Thema Teil unserer Messe ist, ist kein Trendbekenntnis – sondern Konsequenz. Biodynamie begleitet Le Moissonnier seit jeher. Nicht als Schlagwort, sondern als Haltung, die wir bei unseren Winzern suchen, im Glas schmecken und im Gespräch immer wieder bestätigt bekommen.

Gleichzeitig beobachten wir natürlich den Markt. Das Interesse an organischen Weinen wächst – in Deutschland ebenso wie in Frankreich. Getragen von einem wachsenden Bewusstsein für Gesundheit, Herkunft und Umwelt. Biodynamische und regenerative Anbaumethoden rücken dabei zunehmend in den Fokus: weniger als Etikett, immer mehr als echtes Qualitäts- und Differenzierungsmerkmal. Nicht nur für den Verkauf, sondern für das Verständnis von Wein insgesamt.

Oder, wie Vincent es im Gespräch einmal treffend formuliert hat: "Biodynamie kann den Konsumenten vielleicht daran erinnern, dass es so etwas wie ein gesundes Leben gibt. Dass Gemüse und Wein, die auf diese Weise erzeugt werden, keine Schäden hinterlassen – im Gegenteil." Und dass Verantwortung weiter gedacht werden muss. Nicht umsonst sagen viele der überzeugtesten Biodynamiker: Wir bewirtschaften unsere Parzellen nicht – wir bewahren sie für unsere Kinder.

Diese Haltung spürt man im Wein. In der Ruhe, mit der gearbeitet wird. In der Abwesenheit von Druck. Denn die Traube mag eines ganz besonders nicht: Druck. Wer zu stark presst, gewinnt keine Tiefe, sondern Bitterkeit. Im Wein wie im Leben gilt dasselbe – unter Stress entsteht nichts Gutes. Vielleicht ist genau das die einfachste, ehrlichste Erklärung dafür, warum uns dieses Thema so wichtig ist. Und warum es auf dieser Messe seinen Platz hat.

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